Ein Limit ist kein Misstrauensvotum
Viele setzen kein Limit, weil sie es für ein Eingeständnis halten. Dabei ist es schlicht eine Entscheidung im Voraus — getroffen an einem ruhigen Nachmittag statt um halb zwei nachts nach einer Verlustserie.
Genau darin liegt der ganze Sinn. Die Person, die das Limit setzt, und die Person, die es später gern aufheben würde, sind selten in derselben Stimmung.
Was passiert, wenn das Limit mitten im Spiel greift
Diese Frage hören wir oft, und die Antwort ist unspektakulär. Ein Einzahlungslimit greift ausschließlich an der Kasse: Die nächste Einzahlung wird abgelehnt, alles andere läuft weiter.
Anders bei einem Zeit- oder Verlustlimit — dort wird es konkreter:
- die laufende Runde wird immer zu Ende gespielt und normal abgerechnet;
- danach schließt sich das Spielfenster mit einem Hinweis, welches Limit gegriffen hat;
- vorhandenes Guthaben bleibt unangetastet und ist jederzeit auszahlbar;
- angebrochene Freirunden bleiben erhalten, bis der Zeitraum abgelaufen ist.
Abgeschnitten wird also nie mitten in einer Runde. Was gesperrt ist, ist der Weg zur nächsten — und das ist genau die Stelle, an der eine Grenze wirken soll.
Warum die Grenze für alle Anbieter zusammen gilt
In Deutschland liegt die Obergrenze bei €1.000 Einzahlung im Monat, und zwar nicht je Casino, sondern über alle lizenzierten Anbieter hinweg. Technisch steckt dahinter eine staatliche Datei, an die jeder Anbieter angeschlossen sein muss.
Der Ablauf ist dabei denkbar simpel: Bei jeder Einzahlung fragen wir dort an, wie viel dein Monatskontingent noch hergibt, und bekommen ein Ja oder Nein zurück. Wir sehen dabei nicht, wo du sonst gespielt hast — nur die verbleibende Summe.
Dieselbe Datei sorgt dafür, dass immer nur ein Spiel gleichzeitig laufen kann, auch über mehrere Anbieter hinweg. Eine Anhebung des Betrags ist möglich, aber nur nach geprüftem Einkommensnachweis und mit Wartezeit.
Sofort strenger, langsamer lockerer
Eine Verschärfung deiner eigenen Grenzen wirkt in dem Moment, in dem du sie speicherst. Eine Lockerung braucht sieben Tage, und diese Frist verkürzen wir auch auf ausdrückliche Bitte nicht.
Dasselbe gilt für Pausen zwischen 24 Stunden und drei Monaten sowie für den dauerhaften Eintrag im behördlichen Sperrverzeichnis. Guthaben auf einem gesperrten Konto gehört weiterhin dir und wird auf Wunsch ausgezahlt.
Wenn du unsicher bist, hilft die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung kostenfrei und anonym unter 0800 1 37 27 00, daneben gibt es check-dein-spiel.de. Was vertraglich gilt, steht in den AGB, den Umgang mit Daten erklärt der Datenschutz, erreichbar sind wir über Kontakt, und die Startseite führt zurück.